Freitag, 13. Februar 2015

Urlaub mit Freunden

Eine Woche Luxus-Camping an der Côte d’Azur


In letzter Zeit werden wir häufig von Freunden gefragt, ob wir nicht zusammen in den Urlaub fahren wollen. Eine Woche auf engstem Raum, das kann schwierig werden – oder super schön. Wir haben es im letzten Jahr ausprobiert und waren begeistert. Der Reisetrend „Urlaub mit Freunden“ ist definitiv spannend, lustig und immer für Überraschungen gut.

Reisebüro Leipzig
Yachthafen

Die erste Hürde beim Urlaub mit Freunden ist bereits das Reiseziel. Der Eine möchte Sonne und Strand, dem Anderen ist Kultur wichtig, wieder ein Anderer steht mehr auf sportliche Aktivitäten. Dann ist auch noch die Budget- und Versorgungsfrage zu klären. Nach einem gemeinsamen Abend zu viert, der Hilfe von Google, Reisekatalogen und Co stand für uns eine nicht so teure Stadt-Strand-Mischung in der Vorsaison fest.



Campingplatz St.Raphael
Diese Wünsche haben wir ans ReisebüroFlugbörse Leipzig gemailt und uns dann aus einer Auswahl an Angeboten für eine Woche „Luxus“ Camping in St. Raphael an der Côte d’Azur entschieden. Camping hatte in diesem Fall nichts mit Zelten, Wohnwagen und Waschhäusern für alle zu tun. Die „Mobile Homes“ von Camping Esterel stehen in den Hügeln von St. Raphael, sind gut ausgestattet und ein schönes, wenn auch beengtes, Zuhause auf Zeit. Die gesamte Anlage ist gepflegt und bietet viele Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen. Ehrlich gesagt, haben wir das Angebot allerdings kaum genutzt. Viel zu interessant und abwechslungsreich waren die Ziele für Tagesausflüge und der nur wenige Autominuten entfernte Atlantik.


Monaco, Saint Tropez und Cannes


Monaco Formel 1
Ein bisschen Glamour sollte schon sein, wenn man an die Côte d’Azur fliegt. Monaco, Saint Tropez und Cannes standen daher ganz oben auf unserer To-See-Liste. Da wir noch vor den französischen Sommerferien unterwegs waren, hielt sich der Besucheransturm in Grenzen und besonders Saint Tropez konnte als romantisches Fischerdorf punkten. Aber auch Monaco und Cannes waren beeindruckend.

Fasziniert haben uns überall die Yachthäfen. Es ist unglaublich wie viel Reichtum auf wenigen Quadratmetern Wasserfläche liegt. Träumen darf erlaubt sein, aber realistisch ist das wohl alles eher nicht. Und so bleiben uns heute Erinnerungen und viele Fotos von den größten Yachten der Welt, dem Palast, der Rennstrecke, dem roten Teppich, dem Casino – in dem man auf keinen Fall fotografieren sollte, da das mit einem Rausschmiss bestraft wird – und schnellen Autos.

Badebuchten und Sandstrände


Stand
Nur unweit vom Campingplatz liegen viele kleine versteckte Buchten und lange Sandstrände. Beides lädt zum Baden, Entspannen und Beachball spielen ein. Ein großer Vorteil am Urlaub mit Freunden: man ist nie allein. Einer kommt immer mit ins Wasser oder hat auch gerade Lust, Sport zu treiben, spazieren zu gehen, ein Eis zu holen. Wenn wir nicht Stadt und Land erkundeten, genossen wir tolle Stunden am Wasser und die französische Sonne.
Achtung: Immer gut mit Sonnencreme eincremen. Durch den Wind unterschätzt man die Intensität der Sonne leicht.


Französisch genießen auf der Caravan-Terrasse


Nachdem wir uns tagsüber mit Baguette und süßen Macarons (Unbedingt probieren. Meine Favoriten sind die mit Karamell und Fleur de Sal) stärkten, kauften wir für die Abende immer im nahegelegenen Supermarkt ein. Frischer Fisch, Austern, Champagner, Eclairs, noch mehr Macarons, Baguette, Käse, usw. Es war himmlisch. Die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse vorm Caravan genießen, dabei schlemmen und später ein Glas Wein trinken und ein Spiel spielen oder einfach nur reden. Alles ohne Zeitdruck und mit guten Freunden.

Noch ein paar Tipps für die Caravans:
Unbedingt eine Klimaanlage mit buchen und Mückenspray einpacken.
Die Schlafzimmer sind sehr klein und hellhörig. Schnarchen hören alle.
Grillen ist leider nicht erlaubt.
In der Nebensaison reisen. Zwar gibt es dann noch kaum Animationsprogramm, aber man findet immer eine freie Liege am Pool, eine Tischtennisplatte, eine leere Minigolf-Bahn und vor allem Ruhe!

Der Flughafen von Nizza: Ein Albtraum


So schön der Urlaub auch war, er fing ganz schlecht an. Der Flughafen von Nizza ist ein Albtraum. Die Busse, die von einem zum anderen Terminal fahren, sind überfüllt, heiß und stickig. Jeder drängelt sich nach vorn mit seinem Gepäck, so es nicht wie einer unserer Koffer noch in Frankfurt war, es wird keine Rücksicht genommen und alle sind genervt. Diese Situation steigerte sich noch am Mietwagenverleih. Wir hatten natürlich über einen günstigen Mietwagendienst gebucht. Die Schlange war unendlich lang, es gab kein Wasser und die Autos wurden knapp. Sixt und Europcar hatten diese Probleme nicht. Man war sofort dran und bekam sein Auto. Versöhnt hat uns nach 3-stündigem Warten ein Upgrade. Das war jedoch Glück und keinesfalls die Regel. Also: Wasserflaschen und Geduld mitnehmen, etwas zu Essen, Humor und gute Freunde. Dann klappt es auch mit dem Flughafen von Nizza – und der Koffer wurde mit einer Maschine Verspätung sogar bis zum Campingplatz gebracht.

Noch ein Tipp zum Autofahren: An die Geschwindigkeitsbegrenzung in Frankreich halten. Es gibt viele versteckte Messanlagen. Zu schnell fahren ist furchtbar teuer – und das Knöllchen kommt bestimmt.

Mein Côte d’Azur-Fazit


Günstig Urlaub an der Côte d’Azur ist in der Vorsaison möglich und macht durchaus Spaß – besonders, wenn Freunde dabei sind. Wir haben uns hauptsächlich selbst verpflegt, ohne dabei auf regionale Spezialitäten zu verzichten. Camping Esterel ist vielleicht weniger Luxus als es auf der Website vermittelt wird, aber es definitiv gehobener Standard für kleines Geld und schafft auch bei Nicht-Campern absolutes Urlaubsfeeling. Die Côte d’Azur ist ein wunderbares Urlaubsziel. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Strand, Sonne, Action, Kultur, Stadt, Shopping, Sport und Entspannung. Ein Mietwagen ist meiner Meinung nach extrem wichtig. Es fahren zwar Busse und Fähren, ein Mietwagen lässt aber deutlich mehr Abwechslung zu. In der Vorsaison sind die Straßen frei und man ist schnell am Ziel.

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