Freitag, 6. Februar 2015

Eine Stadt im Aufschwung: Das neue Leipzig

Blick auf Leipzigs Innenstadt

Lange war Leipzig ein Insider-Tipp. Etwas für Studenten, die günstigen Wohnraum suchten, für Kreative, denen Berlin zu groß war, für Einheimische, die ihre Heimat liebten. Für Touristen gab es ja das große Berlin oder die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Heute sieht es anders aus. Touristen aus ganz Deutschland und aller Welt besuchen Leipzig, das sich besonders in Kunst- und Architekturkreisen einen internationalen Namen gemacht hat. Zahlreiche zeitgenössische und historische Museen, die Baumwollspinnerei oder das Westwerk sind sehenswerte und florierende Zeugen dieses Wandels. Ich habe das große Glück, mit einem Leipziger verheiratet zu sein und so diese tolle Stadt mit all ihren unterschiedlichen Facetten durch regelmäßige Besuche Stück für Stück entdecken zu können.
 

Studenten, Künstler und Geschichte



Immer noch ist Leipzig eine beliebte Studentenstadt und ein Hotspot für Kreative. Künstler wie Neo Rauch haben ihre Ateliers und Galerien in Leipzig. Leipzig ist aber auch die Heimat großer Dichter, Denker und Musiker. Johann Sebastian Bach, Gotthold Ephraim Lessing, Erich Kästner oder Johann Wolfgang von Goethe waren hier zu Hause und hinterließen ihre Spuren. Trotz meines Geschichtsstudium muss ich ehrlich zugeben, zieht es mich mehr in Richtung Neuzeit. Zur Leipziger Schule, in den Clara-Zetkin-Park, die Baumwollspinnerei oder das Museum der bildenden Künste. Stundenlang könnte ich durch die Galerien und Ateliers schlendern und zur Erfrischung eine Leipziger Lipz-Schorle trinken. Die Etiketten wurden übrigens von Christoph Ruckhäberle gestaltet, der in der Baumwollspinnerei sein Atelier betreibt.

Aus dem Dornröschenschlaf geweckt


Auf was ich jedes Mal neidisch bin, wenn ich Familie und Freunde in Leipzig besuche: Die Wohnungen. Bis heute werden ganze Straßenzüge von Gründerzeithäusern hochwertig saniert und renoviert. In Hamburg, wo ich lebe, können wir von diesem wunderschönen Wohnraumangebot in zentraler Lage nur träumen. Über 40 Jahre lagen in Leipzig zahlreiche Häuserreihen im Dornröschenschlaf. Eine Bausubstanz, die dem neuen Leipzig nun einen besonderen Reiz und Charme verleiht. Es lohnt sich, hier und dort in eine Seitenstraße einzubiegen, um sich das Potenzial, aber auch das bereits modernisierte Gesicht der Stadt anzusehen. Über ein kleines Stadtteil Café stolpert man dabei fast überall. 
 

Mein Messetipp: Die Buchmesse im März

Leipzig war schon immer eine große Messestadt und ist es bis heute geblieben. Mein absoluter Favorit ist die LeipzigerBuchmesse, die jährlich im März stattfindet. Zahlreiche Lesungen und Veranstaltungen auch in den Cafés und Kneipen tauchen die ganze Stadt in ein literarisches Buchstabenmeer. Es ist großartig. Wer dann immer noch nicht genug Kultur hat, dem sei ein Ballettbesuch in der Oper, ein Konzert im Gewandhaus oder ein Poetry-Slam in der Distillery ans Herz gelegt. Noch Hungrig? Dann kann ich die Teilnahme an einer Eat-the-World-Tour empfehlen. Bei den geführten Stadtteilrundgängen kehrt man in mehrere Restaurants und Cafés ein, probiert eine Kleinigkeit, erfährt etwas zur Geschichte des Lokals, der Straße oder eines Bauwerks und geht weiter.

Affen, Elefanten und ganz viel Spaß: Der ZooLeipzig

 
Zoo Leipzig

Auch für die Kleinsten hat Leipzig viel zu bieten. Der Zoo ist der Beste in ganz Deutschland. Unbedingt einen halben, wenn nicht sogar den ganzen Tag für den Zoobesuch einplanen. Es lohnt sich. Und wenn Mama oder die großen Geschwister keine Lust haben, so kann man unweit des Zoos in der Innenstadt, den Höfen am Brühl oder im Hauptbahnhof wunderbar shoppen. Große Ketten und lokaler Einzelhandel bieten alles was das Herz und der große wie kleine Geldbeutel begehrt. Vielleicht hat man ja Glück und es findet gerade ein Dawanda-Flohmarkt oder ähnliches statt.

Der Ball rollt wieder in Leipzig

Mein Mann liebt es auch mal sportlich. Über die Rivalität der alteingesessenen Fußballclubs Chemie oder Sachsen Leipzig und Lok Leipzig schreibe ich lieber nichts. Das ist mir zu kompliziert und ehrlich gesagt finde ich es traurig, wie sich die beiden Vereine selber im Weg stehen. Aber dafür gibt es jetzt ja RB Leipzig, der Bundesliga-Fußball in die Stadt bringt. Mal sehen, wann Papa und Tochter das erste Mal in die Red Bull Arena gehen. Den Ort, an dem ich meinen Mann bei der WM 2006 als Volunteer kennenlernte. Aber das ist eine andere Geschichte.

Mein (vielleicht nicht ganz objektives) Leipzig-Fazit:

Thomaskirche 

Die Stadt ist toll. Ein langes Wochenende in Leipzig muss gar nicht teuer sein und lohnt sich immer. Es gibt viele günstige Hotels. Gleich zwei Motel Ones liegen super zentral in der Innenstadt. Natürlich kann man es sich auch in nicht weniger zentralen 5-Sterne-Hotels gut gehen lassen. Kunst, Kultur, Bildung, Architektur, Kulinarik, Sport, Zoo, Spiel und Spaß: Leipzig bietet alles und man kann beinahe überall zu Fuß hin. Ansonsten ist der Öffentliche Nahverkehr super und fährt einen durch die gesamte Stadt. Wer noch ein paar Tipps braucht, die Touristeninformationoder die Mitarbeiterinnen aus der FlugbörseLeipzig freuen sich auf Fragen.

Anne Dening und ihr Team der Flugbörse Leipzig haben für alle Leipzig-Besucher die besten Tipps der Stadt gesammel und hier verlinkt. Viel Spaß beim Besuchen, Ausprobieren, Teilnehmen: 




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