Montag, 30. März 2015

Abenteuer Elternzeit in San Diego: Teil 4


Eltern sein in Hamburg und San Diego


Reisen mit Baby, vor allem als Erstlings-Mama, macht besonders sensibel für die Unterschiede bei der Kindererziehung in den verschiedenen Regionen. Mir fallen hier in San Diego jeden Tag Dinge auf, die ganz anders sind, die ich nie mit meinem Baby machen würde, die ich im Geburtsvorbereitungskurs ganz anders gelernt habe und die dennoch genauso richtig sind. Das beruhigt, entspannt und tut unglaublich gut. Es gibt einfach in so vielen Dingen kein 100% richtig - oder eben falsch. Eine tolle Erfahrung für mich als Mama auf Reisen in Elternzeit.
Downtown San Diego

Für mich bedeutet Reisen in der Elternzeit auch Vertrauen in die eigene Intuition, die täglichen Entscheidungen und das Handeln im Umgang mit meinem Kind zu gewinnen. Es bedeutet Freiheit. Freiheit von den Empfehlungen und Richtlinien in Deutschland, an die ich mich - aus großer Unsicherheit und Sorge heraus - fast immer gehalten habe. Ich bin ein Kopf-Mensch, der viel liest und verstehen will. Mir fällt es schwer auf mein Bauchgefühl zu hören. Hier in San Diego lerne ich so viel über mich und das Elternsein und werde dabei täglich entspannter und selbstbewusster.

Stiftung Warentest und die Kinderwagen

Freitag, 27. März 2015

Wochenausflug ins Erzgebirge

Verreisen mit Kindern

Hotel am Bühl in Eibenstock
ist nicht immer leicht, an viele kleine Dinge gilt es zu denken und die Anzahl der Taschen für einen Wochenendausflug übertrifft die Menge des Sommerurlaubs. Anscheinend keine Seltenheit, denn die freundlichen Rezeptionmitarbeiter des Hotel am Bühl, kaum 2 Stunden Autofahrt von Leipzig entfernt im Erzgebirge, nahmen uns entspannt in Empfang. Für Kinder stehen Bobby Cars und Trettautos bereit, so nutzte die Zeit des Check in und Entladens mein Sohn für eine ausgiebige Erkundung des langen Ganges an der Rezeption. Breits das dritte Jahr in Folge reise ich mit meinen drei Kindern ein Wochenende im März ins Hotel am Bühl, mit dabei sind meine Studienfreundinnen und deren Kinder.

Montag, 23. März 2015

Abenteuer Elternzeit in San Diego: Teil 3

Ein Traum, eine Stadt, 1000 Ziele

Coronado Beach

Rundreise oder an einem Ort bleiben? Australien, Europa, Asien oder Amerika? Lieber warm oder kalt? Im Vorfeld einer Reise mit Baby in der Elternzeit stehen viele Fragen, die jedes Paar für sich individuell beantworten muss. Wie bei so vielen Dingen im Leben gibt es auch hier kein Richtig oder Falsch. Wir wollten reisen, aber nicht zu viel. Weit weg, aber nicht zu exotisch. Ein Ort, aber viel entdecken.

Lemon Curd
So kam es zum Haustausch in San Diego. Die Stadt an der Westküste der USA ist abwechslungsreich, immer sonnig, hat eine Infrastruktur auf hohem Niveau und erfüllt auch sonst fast alles, was uns bei der Suche nach dem geeigneten Ziel für unsere Elternzeit-Reise wichtig war. Für uns ist San Diego daher genau richtig. Genau richtig viel Abenteuer. Genau richtig viel Zeit. Nun nutzen wir jeden Tag das Angebot dieser tollen Stadt. Wir lassen uns treiben, entdecken alles im Tempo unserer Tochter und genießen es, hier immer mehr Zuhause zu sein. Wir kennen einige Nachbarn, brauchen das Navi nur noch selten und aus den Zitronen in unserem Garten habe ich schon Lemoncurd gekocht. Am Wochenende werden selbstgebackene Zitronen-Cupcakes damit verfeinert.

Montag, 16. März 2015

Elternzeit in San Diego



Teil 2: Gemeinsam Reisen: die beste Entscheidung unseres Lebens


Einfach, weil es so von Herzen und voller Überzeugung kommt, das Fazit schon im ersten Absatz. Nutzen Sie die Elternzeit und verreisen Sie mit Baby. Diese unglaublich abwechslungsreiche und intensive Zeit zusammen gehört zu den schönsten Abschnitten in meinem Leben. Wir genießen die Tage in San Diego in vollen Zügen, lassen uns einfach treiben und wachsen von Tag zu Tag mehr zu einer starken Einheit. Für uns ist die Westküste der USA perfekt, es gibt aber noch 1000 andere Ziele, die für Sie vielleicht auch in Frage kommen. Lassen Sie sich im Reisebüro beraten und entscheiden Sie in Ruhe. Aber: Reisen Sie!

Natürlich muss eine Elternzeit auf einem anderen Kontinent gut geplant sein. Sich mit kritischen Stimmen auseinanderzusetzen gehört definitiv dazu. Lassen Sie sich nur nicht verunsichern, sondern ziehen Sie sinnvolle Tipps aus den Bedenken und folgen Sie in erster
Linie Ihrer Intuition und Ihrem Reisegefühl. Beides wird Sie sicher ans Ziel bringen.


Donnerstag, 12. März 2015

Abenteuer Elternzeit in San Diego

Teil 1: Die lange Anreise - zum Glück mit Lufthansa Premium Economy


Was gibt es Schöneres als Zeit mit der Familie zu verbringen?! Für meinen Mann und mich stand bereits zu Beginn meiner Schwangerschaft fest, dass wir einen Teil der Elternzeit nicht im heimischen Hamburg, sondern irgendwo in der warmen weiten Welt verbringen wollten. Aus ersten Ideen ist schnell ein konkreter Plan geworden. Unser Ziel: Kalifornien. Genauer gesagt, ein getauschtes Haus in La Jolla in San Diego.

Inzwischen ist das Baby geboren, gesund und 6 Monate alt. Und es ist geflogen. 11,5 Stunden von Frankfurt nach Los Angeles. Lufthansa hat uns mit einer Boeing 747-8 in der neuen Premium Economy sicher über den Atlantik gebracht. Ehrlich gesagt war ich vor dem Flug doch angespannt. Was muten wir unserer Tochter da eigentlich zu? Ist die Reise zu egoistisch? Wie beschäftige ich mein Baby während des langen Fluges? Was mache ich, wenn sie weint? Oh was wurden wir im Vorfeld der Reise kritisch beäugt. Auch wenn ich natürlich noch nicht für die gesamte Reise sprechen kann, die Kritiker hatten allesamt Unrecht.  

Mehr Komfort über den Wolken

schlafend im Babybett
Manchmal meint es der Zufall ja wirklich gut mit einem. Bevor wir mit unseren Wünschen für die Elternzeit im Ausland ans Reisebüro herantraten, recherchierten wir im Netz nach möglichen Flügen und Mietwagen. Das Haus hatten wir inzwischen über einen privaten Kontakt. Bei der Suche stießen wir schnell auf ein neues Angebot der Lufthansa: die Premium Economy. Für einen zugegeben nicht grade kleinen - aber fairen - Aufpreis, bekommt man in der Premium Economy bei Lufthansa deutlich mehr Platz, tollen Service, eine Wasserflasche am Platz und Essen auf Porzellan. Wirklich entscheidend ist der Platzgewinn - und der lohnt sich. Was ist es schön, sich auch einmal ausstrecken zu können und sich bequem zurück zu lehnen, ohne seinen Hintermann/-Frau in Bedrängnis zu bringen. Und unser Baby? Das lag in einem Babybett, das wir bzw. das Reisebüro  bereits bei der Flugbuchung reserviert hatten. Wenn es dort nicht war, spielte es mit seinem Spielzeug - extra neu gekauft und damit spannend - oder lächelte unsere Mitreisenden an. Nicht 1x hat die Kleine geweint. Wir sind soooo stolz.

Montag, 9. März 2015

Leipzig liest

Schaufenster Reisebüro Flugbörse Leipzig
Um unsere Stadt zu Ehren von "Leipzig liest" in ein Büchermuseum zu verwandeln, sind wir das Reisebüro Flugbörse Leipzig Teil eines neuartigen Gesamtkunstwerks der Universität Leipzig. Bei uns im Schaufenster sind die Insel-Plakate Irland und China zu bestaunen.

http://www.uni-leipzig.de/~buchwiss/inselplakate/

Viele weitere Insel-Plakate sind in der Goethetstrasse, Universitätstrasse und auf dem Campusgelände zu sehen. Die Ausstellung wird bis 30. März stattfinden.


Freitag, 6. März 2015

Sylt im Oktober: Mit Sturm, Regen, Wellness und ganz viel Familienzeit


Endlose Strände, eiskalter Wind und unzählige Möwen – das ist Sylt. Die nördlichste deutsche Insel ist ein Paradies für Familien. Getestet und für sehr gut befunden haben mein Mann, unser 10 Wochen altes Baby und ich das a-rosa in List.

Das a-rosa Hotel inmitten von Dünen. (c) a-rosa
Es war nicht unser erster Aufenthalt im a-rosa Resort auf Sylt, ganz im Norden in List. Seit 2012 fahren mein Mann und ich in das Wellness-Hotel, um dort unseren Hochzeitstag zu feiern. Im ersten Jahr waren wir begeistert, im zweiten Jahr enttäuscht und nun wollten wir es mit Baby noch einmal versuchen. Um das Fazit schon einmal vorweg zu nehmen: wir kommen wieder.

 

Das a-rosa Sylt: Wo Sport und Genuss familienfreundlich aufeinander treffen

 
Das Schwimmbad im a-rosa. (c) a-rosa
Zugegeben, man kann günstiger verreisen, aber wohl kaum schöner. (-> Immer im Reisebüro nach Aktionen fragen. Man kann sehr viel sparen.) Nach einer dreistündigen Fahrt von Hamburg nach Sylt erreichten wir unser Ziel. Das a-rosa liegt inmitten von Dünen und Strand. Sofort kommt Urlaubs-Feeling auf. Die Luft riecht frisch und salzig, der Wind weht. So muss Sylt sein. Vor allem im Oktober. Hin und wieder zeigt sich sogar die Sonne; leider im Wechsel mit Regen. Das Wetter ist allerdings beinahe egal, denn das a-rosa lädt mit einem großen Spa- und Sauna-Bereich zum Entspannen ein. Mir persönlich gefällt besonders das große Meerwasser-Schwimmbad. Herrlich. Und obwohl wir in den Herbstferien dort waren, war es nie überfüllt, sodass ich jeden Morgen in Ruhe meine Bahnen ziehen konnte.

Zimmer und Restaurant: Alles auch fürs Baby

Im Zimmer war schon das Babybett aufgebaut und ein Fläschchenwärmer sowie ein Wasserkochen standen bereit. Ich habe den Wasserkocher dann weniger fürs Baby, das ja gestillt wird, sondern eher für mich und meinen Stilltee genutzt.
Themenbuffet. (c) a-rosa

Wir hatten mit Halbpension gebucht und entschieden uns für das frühe Abendessen von 18-20 Uhr. Um die Gäste ohne Kinder nicht zu stören, aßen wir in Ruhe und umgeben von anderen Familien im hinteren Teil des Restaurants. Das Buffet wechselte täglich und ist von höchster Qualität. Besonders der französische Themenabend war unglaublich gut. Mindestens so gut wie das Frühstücksbuffet, auf das ich mich jeden Morgen nach dem Schwimmen freute und das eine gute Grundlage für ausgedehnte Familienausflüge bildete.

Wasser, Sand, eine steife Brise und natürlich die Kupferkanne

Ein langer Spaziergang am Strand und durch die Dünen führte uns nach Westerland. Wer mit Baby unterwegs ist und zwischendurch wickeln muss, der sollte unbedingt in Westerland an die Promenade gehen. Dort gibt es einen beheizten, gut ausgestatteten öffentlichen Wickelraum, in dem man auch stillen könnte. Ich bevorzuge dafür aber ehrlich gesagt einen versteckten Platz im Café.

Ausgelassen haben wir in diesem Jahr die Sansibar. Dafür schien uns unsere Tochter doch ein wenig zu klein, aber wahrscheinlich wäre auch das kein Problem gewesen. Außerdem hatten wir ja auch die Halbpension im a-rosa. Nicht fehlen durfte aber ein Pott Kaffee und ein wunderbares Stück Kuchen in der Kupferkanne in Kampen sowie ein Matjesbrötchen – für mich ohne rohe Zwiebeln – bei Gosch in Wenningstedt. Herrlich. Und bei den vielen gelaufenen Kilometern noch besser.  Zurück ins Hotel ging es dann aber doch mit dem Bus.

List: Es wird immer schöner

Erstaunt waren wir über den Wandel in List. Das Örtchen mausert sich. Der Strand wurde erweitert, neue befestigte Wege zum Spazierengehen errichtet und schicke Appartements gebaut. Die neue Umgebung macht das a-rosa touristisch noch attraktiver.

Mein a-rosa-Sylt-mit-Baby-Fazit:

Wer Sport, Entspannung und gutes Essen liebt ist im a-rosa auf Sylt genau richtig. Das Hotel ist dazu absolut Baby-freundlich. Für etwas größere Kinder gibt es sogar ein Animationsprogramm mit spannenden Ausflügen und Aktionen. Der Wickelraum für Hotelbesucher – wir haben als Gäste natürlich auf dem Zimmer gewickelt – ist toll ausgestattet: mit Wärmelampe, Windeln in allen Größen, Cremes, Ölen und Tüchern. Der Service und das kulinarische Angebot haben uns zum Glück wieder so überzeugt, dass wir unseren nächsten Hochzeitstag wieder zu dritt im a-rosa feiern werden. Und wir freuen uns schon jetzt darauf.




Montag, 2. März 2015

Familienurlaub: Ein Winterwochenende und drei Generationen in Ahrenshoop auf dem Darß

Ein Wochenende im Februar an der Ostsee. Das hört sich kalt, windig und nass an. War es auch. Aber das war herrlich. Und absolut empfehlenswert. Vor allem, wenn man seine Familie dabei hat. Mich hat selten ein Wochenendausflug so positiv überrascht wie der nach Ahrenshoop auf dem Darß.

Mama mit Baby an der Ostsee

Nur 2,5 Autostunden von Hamburg entfernt liegt der Darß ganz schmal zwischen Ostsee und Bodden. Unser Auto war wieder einmal vollgepackt bis oben hin. Kinderwagen, Berge von Windeln, Babytrage, warme Kleidung und Proviant für ein Wochenende im Aparthotel Saatmann. Auch meine Eltern waren in Richtung Ahrenshoop unterwegs. Wir hatten kurzfristig zwei Apartments gebucht, um ein schönes Familienwochenende an der Ostsee zu verbringen.